• Kristofer Jattanek

Mein Job? Fahrrad fahren

Als Student hieß es für mich früh aufstehen, lernen, Mails beantworten und darauf das Wetter für den Tag zu checken. Um 10.00 Uhr ging es in den Keller zum Fahrrad – noch etwas Öl auf die Kette – und ab auf den Sattel und zur Bike-Anhänger Garage in der Stadt. Ab 10.30 ging es dann, gemeinsam mit dem Plakatanhänger, auf meine mittlerweile wohlbekannten Routen: entlang der Hauptverkehrsstraßen und -wege in die Innenstadt. Gerade auf dem Weg in die Stadt lächelten, hupten und winkten mir viele Passanten und Autofahrer – von dieser neuen Werbung überrascht – immer wieder freundlich zu. Mein persönliches Highlight auf den Wegen Richtung Innenstadt war ein Autofahrer, der tatsächlich für ein Selfie mit mir und dem Bitburger-Anhänger anhielt!


Fahrrad mit Werbeanhänger unterwegs in der Stadt

In der Innenstadt angekommen, fragten mich viele Passanten, "was genau ich denn eigentlich mache". Gerne erklärte ich, was genau Bikewerbung eigentlich ist, woher wir kommen und beantwortete weiteren spannende Fragen. Häufig bekam ich als Reaktion, dass wir "deutlich interessanter als ein altes Plakat und Zeitungswerbung" und eine "tolle neuartige Idee" seien, bei der man einfach hinschauen müsse.


Nach einer kurzen Pause ging es mit meinem Anhänger weiter, auf Radwegen und Straßen entlang der meistbesuchten Orte der Stadt. Als "Local" war es mir möglich abzuschätzen, zu welcher Zeit ich am besten an bestimmten Orten entlangfahre, um die bestmögliche Reichweite zu erreichen. Nachmittags war ich dafür häufig im Stadtpark unterwegs, in dem oft Fotos von der etwas anderen Außenwerbung gemacht wurden. Wenn ich mal an einer klassischen Plakatwand vorbeifuhr, gab es immer wieder positive Kommentare, wie z.B., "Auf jeden Fall besser als ein Plakat!".

Am Abend ging es nach einem langen und anstrengenden aber zugleich erfolgreichen, und spaßigen Tag zurück zur Garage. Abgestellt wartete der Anhänger dann bereits auf einen weiteren Tag der mobilen Fahrradwerbung! Kurz zusammengefasst: Als Fahrradkurier mit dem Anhänger für Bikewerbung zu fahren, hat mir einfach Spaß gemacht. Es war viel mehr als nur ein langweiliger Studentenjob, da ich die Reichweite und Reaktionen direkt erleben konnte. Ich habe viel Zeit draußen verbracht, viele neue Menschen getroffen und konnte zusehen, wie diese Art von Newcomer-Werbung den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zauberte und zusätzlich war ich die gesamte Zeit flexibel und klimaneutral unterwegs!