• Naya Mueller

Naya checkt die Bike-Charities

Hallo, ich bin Naya, 14 Jahre alt und seit diesem Montag Schülerpraktikantin bei Bikewerbung. Diese Woche habe ich mit verschiedenen Bike-Charities beschäftigt. Nach intensiver Recherche habe ich die, meiner Meinung nach, besten herausgesucht und stelle sie hier vor.



Fahrrad-Kinder-Spaß

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Zum Start, meine persönliche Nummer 3: World Bicycle Relief


World Bicycle Relief (WBR) wurde 2005 vom Ehepaar „Day“ gegründet mit dem Ziel, Menschen in Afrika mit ihren selbstgebauten, nachhaltigen und dauerhaften „Buffalo“-Rädern zu versorgen.


Die Buffalos haben einen großen Effekt: die WBR-Partnerschulen haben im Vergleich zu anderen Schulen eine um 28% erhöhte Anwesenheitsrate. Scholastica, ein 17-jähriges Mädchen, schaffte es zum Beispiel oft nicht zur Schule wegen der langen Strecke oder war müde und konnte sich deswegen im Unterricht kaum konzentrieren und zu Hause nicht lernen. Seit sie ihr Buffalo hat, kommt sie viel schneller und daher öfter in die Schule. Außerdem hat sie mehr Zeit für ihre Freunde zu treffen, und Sport zu treiben.


Außerdem berichtete Scholastica, dass sie jetzt selbstbewusster ist. Früher wurde sie auf dem Weg zur Schule von Jungen angesprochen, die sie entweder abhalten wollten oder sie zur Schule fahren wollten. Jetzt kann sie besser mit solchen Situationen umgehen und schnell vorbeifahren.


Die Fahrräder von WBR ermöglichen auch Pflegekräften viel mehr Menschen zu erreichen. Royce zum Beispiel konnte früher maximal 4 Patienten pro Tag versorgen. Mithilfe des Buffalos kann sie die Strecken viel schneller bewältigen und behandelt mittlerweile bis zu 18 Patienten pro Tag.


Die Buffalos haben auch positive wirtschaftliche Folgen. Bauer zum Beispiel können somit fünf Mal mehr Milch auf ihre neuen Fahrräder transportieren und somit 25% mehr Milch liefern, da auch ihre Strecken wesentlich gekürzt werden. Dies kann bis zu 23% mehr Einkommen für sie und ihre Familie führen.


Falls die Fahrräder kaputt gehen, werden sie in den „Buffalo-Shops” repariert, von denen es aktuell mehr als 20 gibt, in insgesamt 4 Ländern. Ich persönlich hoffe, dass es in den nächsten Jahren noch viele Länder mehr werden.



Etwas ganz besonderes, meine persönliche Nummer 2: Gearing Up


Bei Gearing Up stehen die Frauen im Fokus. Die Organisation wurde 2009 von Kristin Gavin gegründet und ist ein freiwilliges Programm für Frauen, die Suchtbehandlungsprogramme im US-Bundesstaat Philadelphia besuchen.


Gearing Up veranstaltet Gruppen-Fahrradfahrten, die als Safe Spaces dienen, also Orte, an denen sich die Frauen wohlfühlen und nicht gefährdet fühlen können. Die Ziele sind, fit zu bleiben und vor allem, das Stressniveau zu senken, Selbstbewusstsein aufzubauen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Beteiligten lernen dabei, Routinen einzuhalten und Struktur zu schaffen, Ziele zu setzen, zu erreichen und ihre Ausdauer zu trainieren.


Außerdem bekommen die Teilnehmerinnen, wenn sie ihre Ziele erreichen, kleine Geschenke, wie z.B. Wasserflaschen und Sweatshirts. Wer 150 Meilen (241,4 km) fährt, bekommt sogar sein eigenes Fahrrad.


Mein Favorit und damit meine persönliche Nummer 1: The Bike Project


The Bike Project wurde 2013 gegründet. Das Hauptziel ist es, Asylbewerber die aus Ländern, wie Eritrea, Syrien und Albanien nach London oder Birmingham geflüchtet sind,mit Fahrrädern zu versorgen. Insgesamt wurden bereits 7500 Fahrräder gespendet.


Die Flüchtlinge erhalten nicht nur ein brandneues und haltbares Fahrrad, ihnen werden zusätzlich wichtige Sicherheitsmaterialien geschenkt, wie ein Helm und ein Fahrradschloss.


Außerdem werden Unterrichtseinheiten zu Regeln sowie Tipps zum Radfahren zur Verfügung gestellt. Falls sie gar nicht Fahrrad fahren können, haben sie die Möglichkeit, es in Kursen gemeinsam zu lernen. Diese Kurse werden derzeit nur für Frauen angeboten.


The Bike Project hat viele positive Auswirkungen: die Teilnehmer sparen Geld, haben besseren Zugang zu Essensbanken, Bildung, Gesundheitswesen und Rechtsberatung.

Mir ist sehr positiv aufgefallen, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, sich zu beteiligen. Man kann zum Beispiel sein altes Fahrrad spenden, einen Flüchtling sponsern, bei einem der Workshops mitarbeiten oder, wenn man es einfach haben will, eine reguläre Spende abschicken.


Mein Fazit

Meine drei vorgestellten Charities sind zwar unterschiedlich, aber eines haben sie gemeinsam: stark positive Auswirkungen. Ich war selbst sehr positiv überrascht, dass normale Fahrräder in so verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Wirtschaft, Bildung und Wohlbefinden extrem große Folgen haben und in vielen Fällen sogar Menschen das Leben retten.